Wie wird Wolframkarbid-Schrott bewertet? Wolframgehalt, Kobaltbinder-Anteil, Kontamination und der internationale APT-Markt beeinflussen den Preis direkt.
Der Hartmetallschrott-Preis ist kein fester Kilopreis. Der Schrottwert wird vom Wolframgehalt, Kobaltbinder-Anteil, Kontaminationsgrad und dem internationalen APT-Markt (Ammonium-Paratungstat) bestimmt.
1. Wolframgehalt — Die Preisbasis
85-92% des Schrottwerts entstehen aus dem Wolframgehalt. Vollhartmetallplatten enthalten typisch 88-94% Wolfram; Späne und Pulver haben geringere Dichte. Jede Charge wird mittels XRF-Spektrometer analysiert.
2. Kobalt-Binderanteil
Kobalt (Co) bindet die Wolframkarbid-Körner. Typischer Anteil: 6-12%. Kobalt selbst ist wertvoll und wird im Recycling zurückgewonnen.
3. Kontamination senkt den Preis
- Öl & Kühlschmierstoff: Häufig in Spänen — Vorreinigung nötig.
- Magnetische Metalle: Stahlhalter, Eisenpartikel — magnetische Trennung erforderlich.
- Beschichtungen: TiN, TiAlN sind unkritisch, DLC verlangsamt den Prozess.
4. Internationaler APT-Markt
Wolfram wird global über den APT-Stückpreis gehandelt. Metal Bulletin, Asian Metal und Fastmarkets liefern Referenzen. Steigt APT, steigen Schrottpreise — der Verkaufszeitpunkt zählt.
5. Bolelli Metal Preisprozess
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